Blogger; How To Be A Fat Bitch #1 - You Are Not Giving Up!




Wer den "How To Be A Fat Bitch"-ECourse noch nicht kennt, hat etwas verpasst. Die Bloggerin Rachele von The Nearsighted Owl veröffentlicht auf ihrem Blog jede Woche einen Kurse mit kleinen Aufgaben/Herausforderungen für dicke Frauen, um gegen die Diskriminierung von ihnen anzugehen. Außerdem lernt man von Zeit zu Zeit sich so anzunehmen wie man ist, sich selbst zu lieben und zu akzeptieren. Was macht noch glücklicher? Schon einige Wochen verfolge ich den ECourse, doch fand nie die Zeit daran teilzunehmen. Dies ändert sich jetzt. 

Jede Woche bei diesem Kurs teilzunehmen, ist in meinem Alltag aber leider nicht machbar. Also werde ich euch alle zwei Wochen, angefangen beim #1, meine erledigten Aufgaben posten. Besonders freuen würde ich mich, wenn ihr auch teilnimmt. Immerhin macht es mehr Spaß, wenn man als Gruppe agiert. Außerdem fand ich nicht so viele deutschsprachige Teilnehmer. Ihr müsst das natürlich nicht auf eurem Blog machen, falls überhaupt vorhanden, aber schreibt mir doch einfach, ob ihr mitmacht und was/wem ihr euch gestellt habt.

Bei jedem Kurs gibt es auch eine kleine Diskussionsrunde, die ich allerdings ebenfalls auf deutsch halten werde. Fühlt euch frei in den Kommentaren eure Meinung zu äußern.

Diese Woche heißt es: "You Are Not Giving Up!"

... und nein ich gebe nicht auf. Ich bin, wie ich bin, wie ich war und wie ich sein werde. 
Ich gebe weder mich, meinen Körper noch mein Leben auf. Ich tu' was mir gefällt:

Nagellack und Nageldesign war das erste wofür ich mich interessiert habe, wenn es um das komplette Thema "Beauty" geht. Für den Frühling wollte ich endlich mal wieder etwas glitzerndes. Denn wenn die Sonne da rauf scheint und es funkelt .. hach ja. Nichts ist schöner! :)



Ich liebe Kleider - wirklich sehr. Doch irgendwie habe ich immer noch ein Problem mit Röcken. Bleistiftröcke gehen gar nicht, weil man den Bauch sehr sieht. A-förmig ist super, aber wenn ich ihn in der Taille trage, dann betont das den Bauch auch. STOP! STOP! STOP!
Ich liebe Kleider, aber keine Röcke??? Es wird Zeit daran zu arbeiten. Und glaubt mir. Ich trug auch laaaange keine Kleider, weil ich dachte mir würde keins stehen. Das geht so nicht. Meine absolute Mutprobe war, dass ich das Outfit ganz öffentlich trage und ehrlich? Angezogen gefiel es mir sogar :). Der Rock ist jetzt, laut FB, total verrufen und schummelt 200kg dazu. Jaja, who cares? Ich finde ihn super. Das Foto wurde übrigens von Steffi Conservatory Girl auf der Maité Kelly loves Bon Prix Modenschau gemacht.




Und zwar nach Deko. Ich liebe, liebe, liebe es immer wieder etwas selbst zu machen für die Wohnung, altes aufzuwerten und mein Herz in etwas zu stecken. Die goldenen, alten Fotorahmen, die an sich total schön sind, hatte meine Mama in der alten Wohnung überall verteilt. Obwohl ich sie verändert habe, habe ich stets eine positive Erinnerung an die alten Teile. Außerdem passen sie einfach toll ins Schlafzimmer und diese süßen Vögelchenkarten ("Kort" Karte von IKEA) kann ich auch endlich nutzen. Die Bilderrahmen habe ich ganz einfach leicht abgeschliffen und dann mit weißer Acryl-Farbe bepinselt. Mit Schleifpapier an einigen Kanten, das Gold wieder hervorgeholt und schon war's fertig. Kein Meisterstück - klar. Aber ich finde es gut ;) Und jeder, der mir jetzt sagen will "da sieht man doch die Streifen": JA SOLL MAN :D Ich liebe es, wenn es selbst gemacht/amateurhaft aussieht.



In meinem Fall das Couch Magazin, dass ich als Abo habe. 
Nach einem stressigen Tag ist es einfach notwendig. Und man hab ich Glück eine Badewanne zu besitzen. Was würde ich ohne tun? Nach der anstrengenden Woche, hatte ich es auch wirklich nötig. Ich hab wenig geschlafen und viel, viel, viel gearbeitet und getrunken. 


Mein Freund und ich sind Liebhaber von Spielen jeglicher Art. Am liebsten spielen wir "Stadt, Land, Fluss" gegeneinander, obwohl ich muss sagen "Stadt, Land, etc.", weil ich einfach keine Flüsse kenne :D  Wir haben jetzt schon eine Weile nicht mehr gegeneinander gespielt. Viel zu stressig waren die letzten Monate in unserem Leben. Doch jetzt konnte ich es ihm mal wieder zeigen und gewann sogar ganz knapp. Er behauptet aber, dass er mich gewinnen ließ :P
Wer's glaubt ;)




Wie schon erwähnt gibt es zusätzlich noch jedes Mal eine Diskussionsrunde. Rachele stellte folgende Fragen, die ich jetzt einfach mal frei übersetzt habe:

Da könnte ich euch Geschichten erzählen. Das Krasseste was mir geschah war, dass mich jemand auf dem Weg zur U-Bahn damit belästigen musste, dass ich ihm auf der Tasche sitzen werde, weil ich später nicht arbeiten kann und nur im Krankenbett liege. Ich bin dick, sogar fett - ja! Trotzdem gehe ich gerne mit meinen Mädels weg, ich habe gerne Spaß, bin eine sonnige Person und mache mein Ding. Ich kenne auch dünne Menschen, die faul, arbeitslos und/oder witzig (die lustige Dicke) sind. Es sind Charaktereigenschaften und sie haben nichts mit dem Körper zu tun. Wer jetzt sagen möchte, dass man sich, wenn man dick ist, nicht mehr so gut bewegen kann, dem möchte ich jetzt mal auf die Finger hauen ;). Es hat etwas mit der Fitness zu tun, du kannst auch mit mehr Pfunden fit sein. Insgesamt lebe ich damit, ich kenne es nicht anders. Aber hin und wieder nervt es mich, wenn man mir Eigenschaften unterstellt, obwohl man mich nicht kennt. Dasselbe gibt's übrigens bei Nationalitäten z.B. "Polen klauen", "Russen trinken", "Asiaten können kein Auto fahren", "Kanadier haben Angst im Dunkeln" (yay HIMYM :D), etc. 
Rache? Für mich ist es keine Rache. In meinem Leben habe ich gelernt, dass es wichtig ist jeden Tag zu schätzen (mag sich jetzt blöd und wahnsinnig klischeehaft anhören). Die Frage dabei ist "Was ist gut und was macht dich glücklich?". Diese Frage muss sich jeder selbst stellen. Mich macht es glücklich Zeit mit meinen Liebsten zu verbringen, zu bloggen macht mich glücklich und all das gehört für mich zu einem guten Leben dazu. Aber jeder lebt sein Leben und das soll er so tun wie er möchte, solange er niemandem anderen damit schadet und genau das ist das, was ich mir von anderen Menschen wünschen würde. 
Erst einmal zur Erklärung. Die "guten Dicken" sind diejenigen, die ständig auf Diät sind und jedem von ihrem harten Kampf berichten. Es ist albern Menschen danach zu beurteilen. Kann ich kein "guter Mensch" sein, wenn ich mich annehme wie ich bin? Dass ich mich selbst so annehme wie ich bin, heißt nicht, dass ich nicht auch 5kg verlieren könnte, aber ich richte mein Leben nicht danach aus. Ich renne nicht der Idee hinterher von mir, wie ich wohl wäre mit weniger Gewicht. Wenn das passiert, passiert es einfach. Ich möchte nicht nach meinem Körper ver- oder beurteilt werden, sondern nach meiner Leistung und meinem Charakter. Es scheint schwer umsetzbar zu sein in unserer Gesellschaft und ich verstehe das. Ich verstehe, dass Schubladendenken für uns auch nützlich ist, um Sachen im Gehirn zu sortieren. Niemand ist davon 100% befreit und es ist menschlich. Doch sowie Schubladendenken menschlich ist, ist irren menschlich. 


Die lieben Annika von Big In Style und Jenny von Frollein Morchens kleine Mädchenwelt machen übrigens auch mit. Klickt mal bei ihnen durch und schaut euch an, welche 5 Aufgaben sie gemeistert haben.

Weitere Informationen zu den ECourses: Klick.
Weitere Informationen zu #1 "You Are Not Giving Up!": Klick.


Kommentare:

  1. Toller Post und ich finde, der Rock den du oben auf dem Bild trägst steht dir wirklich gut. Aber ich kenne das Problem mit Röcken. Kleider finde ich an mir durchaus ganz schön, bei Röcken sehe ich immer grausam aus :D
    Ich fand und finde es immer befriedigend, wenn ich Leuten, die mir bestimmte, vor allem negative Attribute zuordnen, das Gegenteil beweisen kann. Ja ich war schon immer dick aber ich bin groß und habe lange Beine, also war ich durchaus schneller beim Rennen im Schulsport, als manche dünne *ätsch* :D Und ich war auch die einzige, die es im Sportunterricht geschafft hat, 10 Minuten durchweg zu joggen. Klingt jetzt vielleicht blöd, aber darauf war ich verdammt stolz und habe es den ganzen dünnen Mädels gezeigt ;) (nur meinen blöden Sportlehrer hat das nicht interessiert, gab nämlich keine super gute Note, blöde Vorurteile).
    Und ich bin auch keine "gute Dicke", denn ich versuche zwar ab zu nehmen aber nicht krampfhaft und ich liebe es einfach auch mal ab und zu etwas zu naschen. Was solls, mir geht gerade so wie ich bin total gut, auch wenns mit fünf Kilo weniger vielleicht besser wäre ;)

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  2. Oh ich mag Diesen Post total gerne, liebe Sabina!
    Ich habe alles von A bis Z durchgelesen und finde Deine Aussagen wirklich auf den Punkt getroffen!
    Ich würde ebenfalls gerne mal mitmachen, aber ich versteh die ganze Sache noch nicht so wirklich, also verfolge ich erstmal wie Du weiter vorgehst und die andern beiden Mädels :) Ich freue mich jetzt schon auf Deinen nächsten Beitrag zu dem Thema!

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  3. Wow, ein toller Post! Ich hab Kleidergröße 54/56 und solche Blogeinträge geben mir immer ein Stückchen "gutes Gefühl", danke :-)

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  4. Ich denke nicht, dass der Rock irgendwelche Kilos dazumogelt, eher das Gegenteil. Aber jeder sieht das natürlich anders.

    Ich bin übrigens der Meinung, dass es sehr wichtig ist sich in seinem Körper wohl zu fühlen, egal ob dick oder dünn. Solange man sich selber mag ist es egal welches Gewicht man hat.

    Ich hatte während meiner Schulzeit eine schlimme Phase, in der ich mich auf 56 Kilo heruntergehungert habe. Ich war kreuz unglücklich, habe mich selber gehasst. 10 Jahre später habe ich es endlich verstanden, dass mein Körper nicht dazu gemacht ist dünn zu sein. Ich wiege jetzt zwar 85 Kilo, dafür bin ich aber mit mir selbst zufrieden und fühle mich so sexy wie nie. Klar denke ich auch daran, dass ich mehr Sport machen sollte, aber eher wegen meiner Gesundheit (Rückenprobleme durch das ständige am Computer arbeiten), als daran, unbedingt abnehmen zu müssen. Abnehmen wäre eher ein angenehmer Nebeneffekt.

    Klar hört sich Größe 44/46 sehr viel weniger an als 54, aber auch in meinem Format wird man von den Menschen in seiner Umgebung gedisst. Ich kämpfe seit Jahren mit meiner Chefin, die mich noch in Kleidergröße 38 kennengelernt hat, die mich regelmäßig dazu überreden will wieder abzunehmen. Dass ich damals nicht auf gesunde weiße so schlank war versteht sie nicht. Das Problem sind meistens die Leute, die es doch "nur gut" mit einem meinen und einen damit nur unnötige Komplexe einreden.

    Lass dich nicht unterkriegen. Das wichtigste ist sich selber zu lieben.

    Liebe Grüße
    Laya

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  5. Ja, ein toller Post und eine tolle Idee. Ich finde es mies, dass Menschen so oft wegen ihres Äußeren beleidigt oder zumindest schief angesehen werden. Bewundernde Blicke als Dicke (also wirklich Dicke) kann Frau sich abschminken. Als "Moppel" (so Größe 44/46/48) ist man schlicht unsichtbar und wird auch so behandelt. Ab Größe 40 (und kleiner) ist man plötzlich eine beachtenswerte Frau. Ist vielleicht etwas überspitzt formuliert, aber so in der Art empfinde ich es. Und wenn man als dicke Frau von Männern, in die man sich verliebt hat, gesagt bekommt, dass es wegen der Körperfülle nichts wird - ja, was macht man dann? Wütend sein? (auf den Mann, auf die Welt, auf sich), Heulen? Abnehmen? (aus Frust) weiter zunehmen? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass es verdammt schwer ist, stolz auf seinen Körper zu sein bzw. ihn zu akzeptieren, wenn man seinetwegen abgelehnt wird.
    Ich bewunder Frauen, die da drüber stehen (auch wenn ich oft glaube, das sind vor allem die, die in einer glücklichen Partnerschaft sind) und finde auch die Fat-Bitch-Initiative gut.

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  6. @Steffi:
    Aber wieso findest du dich in Röcken grausam? Vielleicht hast du noch nicht den richtigen Rock entdeckt für dich? :)

    Solche Geschichten kenne ich auch ;)
    Selbst, wenn man aktiv dabei ist usw. "Nee, die Dicke kann dat doch nit. Wat will die ne 2 habn" :D

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  7. @Ela:
    So schwer ist es nicht. Alle zwei Wochen erfüllen wir einen Kurs von der Rachele. In diesem ging es darum 5 Dinge zu tun, die dir gut tun. Spricht mehr an dich zu denken vor allem an das was dir eben Spaß bringt.

    In 2 Wochen geht es um "Reclaiming the word fat". :)

    Die anderen Mädels wollten die Punkte eher als Vorsätze, die sie dann in den nächsten Wochen erfüllen und nachträglich Bilder in den Post einfügen. Ich wollte die zwei Wochen pro Post nutzen und in ihnen meine Vorsätze erfüllen und im Nachhinein knipsen bzw. teilweise sogar dabei :D

    Wenn du magst, dann schreib mir mal ne Mail und ich erklär dir alles genauer :)
    Ansonsten viel Spaß beim Gucken :)

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  8. @Miss Laya:
    Oh man! Ich weiß nicht mehr welche Bloggerin es betraf, aber sie war auf jeden Fall eng. sprachig. Die berichtete auf ihrem Blog über die Erfahrungen mit ihrem Körper und sagte, dass sie nach ihrer Scheidung wahnsinnig viel abnahm, weil sie sich selbst so hasste und keinen Bissen runter bekam. Sie fühlte sich schlecht und besuchte ihre Mutter, mit der sie wegen ihrem Übergewicht Probleme hatte. Diese wollte sie nämlich ständig dazu bewegen Gewicht zu verlieren.

    Als die Bloggerin nun also zu ihrer Mutter fuhr und diese sie sah, teilte sie ihr mit wie großartig sie aussieht. Schlank. Das WICHTIGSTE. Dass es ihrer Tochter zu dem Zeitpunkt seelisch grottenschlecht ging, interessierte nicht.

    Schrecklich!
    Ich verstehe auch nicht wie ignorant Menschen sein müssen, nicht zu verstehen, wie es ihr oder dir in den Situationen ging. Wenn du deiner Chefin, doch mitteilst, dass du dich damals unwohl gefühlt hast, dann müsste dies doch reichen.

    Sowas ärgert mich innerlich total!

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  9. @Anonym:
    Schade, dass du das so sagst. :(
    Ich kenne auch Singles, die dick sind und sich lieben und akzeptieren. Es ist wirklich schwer sich so anzunehmen wie man ist, nicht nur als Dicke.

    Auch viele dünne Menschen haben mit Ignoranz/Vorurteilen etc. zu kämpfen.

    Weißt du ich denke, dass das nicht immer auch etwas mit der Vorliebe zu tun hat, wenn sich ein Mann gegen dich entscheidet wegen Kilos.
    Ich denke oft ist es auch einfach, dass sie wissen wie sie von ihren Freunden/Familie angesehen werden würden und das wollen sie nicht. Sie wollen vielleicht ein "einfacheres" Leben.

    Außerdem habe ich beispielsweise meine beste Freundin, die dünn und schön ist. Dazu auch noch nicht dumm oder ähnliches. Doch die ist seit 3 Jahren unglücklich Single. Bei meinem Freund und mir waren meine Kilos nie ein großes Thema. Er nahm mich an wie ich bin und unterstützt mich was auch immer ich mit diesen Kilos mache. Er hat übrigens keinen Dicken-Fetisch und vorher auch nie eine dicke Freundin gehabt ^^

    Ich denke manchmal muss man einfach warten bis es passiert und bis dahin sollte man lernen sich zu lieben, denn wie sollst du dich lieben lassen, wenn du dich nicht liebst?

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  10. @Anonym: Ich bin jetzt seit 3 Monaten Single und fühle mich so gut wie seit Jahren nicht mehr. Klar kann eine Beziehung einen Rückhalt geben, aber man muss sich auch selber wohl fühlen, wenn man das nach Außen auch ausstrahlen möchte. Ich fühle mich wohl in meinem Körper und strahle das auch aus, entsprechend reagieren auch die Männer. Natürlich gibt es darunter auch den einen oder anderen, dem ich zu dick bin, aber ganz ehrlich, das ist nicht mein Problem, sonderen deren Verlust.

    @Sabina: Ich kann dir Storys von meiner Chefin erzählen, da rollen sich dir die Fußnägel hoch. Hier meine Lieblinge: Ich komme mit meinem neuen Mantel von Desigual zur Arbeit. Meine Chefin sieht mich darin, schaut ihn sich genauer an und meint: "Schöner Mantel, aber da müssen sie noch mindestens 3 Kilo abnehmen, bevor der richtig sitzt.". Ich habe ihn seitdem nicht einmal mehr zur Arbeit getragen.

    Ein ander Mal war ich mit ihr kurz beim Bäcker, um für die Kollegen Kuchen zu kaufen da es was zu feiern gab. Ich schlug einen Schokokuchen vor, da ein Kollege, der auch etwas breiter ist, einfach keinen Pflaumenkuchen mag 8der Favorit meiner Chefin). Darauf sie "Das kann ich leider nicht unterstützen. Der ist eh schon viel zu dick (und bläht dabei die Backen auf und deutet einen Kugelbauch an), dann sollte er auch keinen Schokokuchen essen" und das mit einem jovialen Augenzwinkern in meine Richtung, als hätte sie einen großartigen Witz gemacht. Ich war einfach nur sprachlos, vor allem, da dieser nur etwas breiter war als ich.

    Meine Lieblingsgeschichte ist aber die, als sie mir ein altes Designerkleid von sich aus den 80ern unter die Nase hielt, das mit Iris bedruckt war (Iris ist mein wirklicher Name). Sie meinte "Wenn ich Ihnen das Kleid als Geschenk verspreche, wäre das nicht ein Anreiz wieder abzunehmen?". Dabei muss man sagen, dass meine Chefin kleiner ist als ich und damals so ca. Kleidergröße 36 hatte. Ich hätte mich schon monatelang zu Tode hungern müssen, um da reinzupassen und dann noch meine Brüste amputieren, denn diese habe ich auch, wenn ich dünner bin.

    Das war wohl das dreisteste, was sie je gebracht hat. Das schlimmste ist, dass ich ihr schon mehrfach gesagt habe, dass ich mich gerade sehr wohl fühle und nicht vorhabe etwas zu ändern und auch die Notwendigkeit dazu nicht sehe. Leider gehört sie auch zu den Leuten, die es nicht sehen, wenn sie verletzend werden. Aber daran kann man wohl nichts mehr ändern, dafür ist sie einfach zu alt. Ich weise sie nur immer dezent darauf hin, wenn sie wieder die Grenze überschritten hat, was aber auch viel Fingerspitzengefühl verlangt, da sie schnell einschnappt.

    Naja, womit man sich in seinem Alltag so rumärgern muss. Zum Glück sind meine Kollegen dafür alle herzallerliebst und machen vieles wieder wett. Ich habe heute auch ein viel dickeres Fell für solche Gemeinheiten und lasse nicht mehr vieles an mich ran. Vor allem nicht von Leuten, die ich eh nur flüchtig kenne und auf deren Meinung ich getrost verzichten kann.

    Sorry für den viel zu langen Kommentar, aber das musste einfach raus.

    Liebe Grüße
    Laya

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  11. Danke für diesen Post und ich erkenne mich in einigen Dingen wieder!
    Ich lese den Blog von Rachele auch und dein Blog gibt mir das Gefühl, mich doch einfach so zu akzeptieren wie ich bin. Warum soll ich mich dafür bestrafen, dass ich dick bin. Ich bin es nun mal und das ändert sich nicht von heute auf morgen…
    Und es ist wie du sagt, nur weil man dick ist, heißt es nicht, dass man faul ist, nicht auf seine Ernährung achtet und hübsch aussehen kann. Aber ich gehe mit dem ganzen seit einiger Zeit entspannter um und wichtig ist, wirklich auf seinen Körper zu hören.

    Finde deinen Blog super und lass dir liebe Grüße da,
    Caro (die sich nach zwei Jahren heute mal wieder die Nägel lackiert hat!)

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